Sinti und Roma verurteilen brutalen Terrorakt in Paris – Gesellschaftliche Solidarität zur Verteidigung von Rechtsstaat und Demokratie gefordert

Die Deutschlandflagge vor dem Dokumentations- und Kulturzentrum
Deutscher Sinti und Roma weht auf Halbmast.

In schärfster Form verurteilte der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, den gestrigen brutalen Terrorangriff auf die Redaktion der Zeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris. In einem Schreiben an den Französischen Botschafter in Deutschland, Philippe Etienne, brachte Rose sein Mitgefühl und Beileid mit den Hinterbliebenen der Todesopfer und den Verletzten zum Ausdruck. „Wir stehen an der Seite Frankreichs und seiner demokratischen Institutionen, denn dieser Angriff gilt dem demokratischen System und richtet sich gegen den Frieden in ganz Europa“, schrieb Rose an Botschafter Etienne.

In diesen Tagen, in denen die Bevölkerung durch eiskalte Mordaktionen von Extremisten gegen Bürger und Polizeibeamte in Schrecken versetzt und dadurch ihr Vertrauen in die Sicherheit gefährdet wird, sei die gesellschaftliche Solidarität zur Verteidigung von Rechtsstaat und Demokratie gefordert, so Rose. „Als Minderheit, die den Holocaust im Nationalsozialismus erlebte, dürfen und werden wir nicht zulassen, dass das Wertesystem, das uns fast 70 Jahre Frieden in Europa gebracht hat, heute durch die Gewalt von Extremisten in Gefahr gebracht wird“, erklärte Rose.