Sammlung

Angehörige der ostpreußischen Sinti-Familie Ernst, um 1905 (Foto: Archiv DokuZ)

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Jan Kreutz
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Tel.: 06221 981102

Das Sammlungsgut ist nur auf Anfrage zugänglich.

Fragen zum Sammlungsaufruf

André Raatzsch
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Das Dokumentations- und Kulturzentrum verfügt über eine Sammlung historischer Objekte und Dokumente zu den Themen Geschichte und Kultur der Sinti und Roma, Nationalsozialismus und Holocaust, Antiziganismus und Bürgerrechtsarbeit. Die Sammlung bildet die Grundlage für die wissenschaftliche Arbeit und die Ausstellungen des Dokumentationszentrums.

Aktuell bereitet das Dokumentationszentrum eine neue Dauerausstellung vor. Wir haben daher einen Aufruf veröffentlicht, uns bei der Erweiterung unserer Sammlung zu unterstützen. Wir suchen Dokumente, Fotos, Briefe und Objekte, die das alltägliche Leben von Sinti und Roma in Deutschland und Europa dokumentieren. Wir interessieren uns für Kunstobjekte genauso wie für Gegenstände aus dem Alltag, für Schriftstücke ebenso wie für Bilder und andere Medien. Uns geht es um Objekte und Dokumente, die die Geschichte der Sinti und Roma dokumentieren und die zugleich die persönlichen Geschichten von Angehörigen der Minderheit erzählen.

Unser Sammlungsaufruf zum Download.

Den Kern unserer bisherigen Sammlung bilden Bestände, die den Holocaust an den Sinti und Roma dokumentieren. Dazu gehören in erster Linie Aktenkopien aus deutschen und internationalen Archiven. Die in diesen Dokumenten vorherrschende Perspektive der NS-Täter wird durch einen umfangreichen Bestand von Familienfotos und privaten Selbstzeugnissen ergänzt, die Überlebende und Angehörige von Opfern des Holocaust dem Dokumentationszentrum anvertraut haben. Durch Interviews mit Zeitzeugen des Nationalsozialismus sowie der Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma in der Nachkriegszeit hat das Dokumentationszentrum zudem einen einzigartigen Bestand an Oral-History-Dokumenten aufgebaut, der die Erfahrungen von Sinti und Roma als Teil der jüngeren deutschen und europäischen Geschichte bewahrt.

Die 600-jährige Kulturgeschichte und die Einflüsse der Sinti und Roma auf die europäische Kultur haben sich in den letzten Jahren zu einem neuen Sammlungsschwerpunkt entwickelt. Zu den Beständen zählen Originaledikte aus dem 17. und 18. Jahrhundert sowie eine umfangreiche Sammlung von Postkarten. Besondere Bedeutung haben Zeugnisse, die von Angehörigen der Minderheit selbst geschaffen wurden und in denen Sinti und Roma ihre eigene Identität reflektieren. Hierzu zählen unterschiedliche Medien, darunter neben Büchern, Zeitschriften und Kunstwerken auch Tonträger wie Schallplatten und Musikkassetten.