„Hugo Wolf Quartett“ gratuliert Zentralrat musikalisch

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Datum
07.04.2022
19:00 - 22:00 Uhr

Veranstaltungsort
Palais Prinz Carl
Kornmarkt 1
69117 Heidelberg


40 Jahre nach der Gründung: Konzert würdigt Bürgerrechtsarbeit Deutscher Sinti und Roma

Mitglieder des Hugo Wolf Quartetts. Von links: Régis Bringolf, Sebastian Gürtler, Florian Berner, Subin Lee.
Hugo Wolf Quartett (Foto: Andrej Grilc)

Die Bürgerrechtsarbeit der deutschen Sinti und Roma führte vor 40 Jahren zur Gründung des Zentralrates und zur Anerkennung des Holocaust an der Minderheit durch Bundeskanzler Helmut Schmidt. Aus diesem Anlass laden der Zentralrat und das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma am Donnerstag, 7. April, zu einem Konzert mit dem mehrfach ausgezeichneten „Hugo Wolf Quartett“ aus Wien ins Palais Prinz Carl in Heidelberg ein. Die drei Musiker und eine Musikerin präsentieren neben dem Schubert-Meisterwerk „Rosamunde“ mit „Imagined Memories“ von Ralf Yusuf Gawlick ein außergewöhnliches Stück. Der Komponist und Professor am Boston College setzt sich darin auf spannende Weise mit Erinnerung und ihrem Einfluss auf die Identität auseinander.

Ralf Yusuf Gawlick ist roma-kurdischer Abstammung und wurde 1969 im bayerischen Pfaffenhofen geboren. Seine Mutter hat ihn als Säugling in ein Waisenhaus gebracht, aufgewachsen ist er bei Adoptiveltern in Nordrhein-Westfalen. „Imagined Memories“ ist ein autobiographisches Werk, in dem der Komponist die nie gelebte Beziehung zu seiner Mutter auslotet. Die Uraufführung mit dem „Hugo Wolf Quartett“ fand 2016 in der weltberühmten Carnegie Hall statt. Erst danach hat Ralf Yusuf Gawlick seine leibliche Mutter nach langer Suche tatsächlich getroffen. Er wird in Heidelberg anwesend sein.

Das Konzert am Vorabend des „Internationalen Tages der Roma“ beginnt um 19 Uhr. Einlass ab 18.30 Uhr.

Das Konzert wird zudem auf unseren Social-Media-Kanälen per Livestream übertragen.

Karten sind für 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) direkt über das Ticketportal Reservix oder bei der Vorverkaufsstelle Dürninger (Zigarren Grimm) in der Sofienstraße 11 erhältlich.

Button "Tickets hier!" von Reservix

Ein Wiedersehen mit Ralf Yusuf Gawlick wird es übrigens bereits am 23. Oktober aus Anlass des zehnjährigen Jahrestages der Eröffnung des Denkmals für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma in Berlin geben. Am Vorabend des Festaktes steht im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt die Uraufführung des Oratoriums „O Lungo (D)rom“auf dem Programm, das der Komponist dem Zentralrats-Vorsitzenden Romani Rose gewidmet hat.

Portraitfoto des Komponisten Ralf Gawlick, aufgenommen in seinem Büro am Boston College
Ralf Gawlick (Foto: Ralf Gawlick / Lee Pellegrini)
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