Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ in Minden

Die Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ war im Frühjahr 2014 bereits im Dokumentations- und Kulturzentrum in Heidelberg zu sehen. Vom 15. bis zum 30. September wird die Schau nun in Minden (Königstraße 3, 32423 Minden) ausgestellt. Nach Minden geholt hat sie der Verein Deutscher Sinti e.V. in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Minden und dem Türkisch-Islamischen Kulturverein Minden.

Die Ausstellungseröffnung findet am 15. September um 19 Uhr statt. Neben der Ausstellungsmacherin Birgit Mair wird der stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Dr. Silvio Peritore bei der Eröffnung sprechen.

Um die Ausstellung zu besuchen, ist es notwendig, sich im Vorfeld mit dem Vorsitzenden des Vereins Deutscher Sinti e.V., Oswald Marschall in Verbindung zu setzen und einen Termin zu vereinbaren. (Mobil: 0157 314 58 554; Mail: oswaldminden@t-online.de)

Die Ausstellung wurde in den Jahren 2012 und 2013 von Birgit Mair im Auftrag des Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. erstellt und im November 2013 in Nürnberg eröffnet. Es ist die dritte Ausstellung, die die Nürnberger Sozialwissenschaftlerin und Rechtsextremismus-Expertin im Auftrag des Instituts erstellt hat.

Die bilderreiche Wanderausstellung setzt sich auf 22 Tafeln mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 2000 bis 2011 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrundes im November 2011 auseinander. Im ersten Teil der Ausstellung werden die Biografien der zehn Mordopfer dargestellt. Zu Wort kommen auch Angehörige der Mordopfer. Weitere Tafeln beschäftigen sich mit den Bombenanschlägen in Köln sowie den Banküberfällen, bei denen unschuldige Menschen teilweise lebensbedrohlich verletzt wurden.

Der zweite Teil beleuchtet die Neonaziszene der 1990er Jahre sowie die Hilfeleistungen an den NSU-Kern aus einem neonazistischen Netzwerk. Dargestellt werden auch die Gründe, warum die Mordserie nicht aufgedeckt wurde sowie der gesellschaftspolitische Umgang mit dem Themenkomplex nach dem Auffliegen der neonazistischen Terrorgruppe am 4. November 2011.

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