45 Jahre Bürgerrechtsbewegung

Gedenkveranstaltung am Brandenburger Tor im September 1992 anlässlich des 50. Jahrestages der NS-Entscheidung zur Vernichtung durch Arbeit (Foto: Archiv DokuZ)

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45 Jahre Bürgerrechtsarbeit
The long path to recognition

Aktuelle Stationen

25.02.2020 bis 31.07.2020 Remscheid, Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall

01.03.2020 bis 30.05.2020
Dachau, Versöhnungskirche

Neben der Verfolgungsgeschichte der Sinti und Roma in der Zeit des Nationalsozialismus, spielt die Bürgerrechtsbewegung der deutschen Sinti und Roma eine immer wichtigere Rolle in den Ausstellungen des Zentrums.

Die 2016 konzipierte Ausstellung „45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma“ zeigt die Meilensteine der Bürgerrechtsarbeit von der Gründung des damals „Zentral-Komitee der Sinti West-Deutschlands“ genannten Sinti-Verbands im Jahr 1971 bis zur heutigen Arbeit des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. Fotografien aus fünf Jahrzehnten lenken den Blick auf bekannte und weniger bekannte Bürgerrechtsaktionen

Nach 1945 lebten die rassistischen Denkmuster des Nationalsozialismus in den staatlichen Institutionen wie Polizei und Justiz weitgehendungebrochen fort. Eine Entschädigung für die Verfolgung der Minderheit in der Zeit des Nationalsozialismus wurde immer wieder verhindert und Strafverfahren gegen Täter wurden schnell wieder eingestellt. Der Völkermord an den Sinti und Roma wurde systematisch geleugnet.

In ganz Europa verhinderte der anhaltende Antiziganismus lange Zeit einen angemessenen Prozess der Aufarbeitung des Völkermords an den Sinti und Roma. Organisationen der Minderheit in ganz Europa haben seither viel erreicht: die Anerkennung des Holocaust an den Sinti und Roma, die Einrichtung würdiger Gedenkstätten und ein wachsendes Bewusstsein für die tief verwurzelten Vorurteile gegenüber Sinti und Roma in der europäischen Geschichte.