Protected children, regulated mothers: gender and the „Gypsy question“ in state care in postwar Hungary – Vortrag von Dr. Eszter Varsa

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Datum
14.04.2022
19:00 - 20:30 Uhr

Veranstaltungsort
Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
Bremeneckgasse 2
69117 Heidelberg


Am Donnerstag, den 14. April 2022, stellt die Kulturwissenschaftlerin Dr. Eszter Varsa um 19.00 Uhr ihre empirische Studie mit dem Titel „Protected Children, Regulated Mothers“ vor. Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

Dr. Eszter Varsa (Foto: privat)

Eszter Varsa analysierte hunderte Einzelfallakten aus staatlichen Kinderheimen, um Kontinuitäten und Brüche im Geflecht sozialpolitischer In- und Exklusion im frühen sozialistischen Ungarn (1949-1956) offenzulegen. Zum einen konnte sie die sich verändernde Rollen- und Arbeitsverteilung zwischen Männern und Frauen abbilden. Zum anderen zeigte sie auf, dass der Staat das Fürsorgewesen weiterhin nutzte, um Roma – die damals größte ethnische Minderheit Ungarns – zwangsweise in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Eszter Varsa studierte an der Eötvös-Loránd-Universität Budapest und der Central European University in Budapest Amerikanistik, Anglistik sowie Gender Studies und war im Jahr 2020 Stipendiatin des Romani Rose-Fellowship der Forschungsstelle Antiziganismus am Historischen Seminar der Universität Heidelberg. Seit 2021 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt “ZARAH” des Europäischen Forschungsrats an der Central European University in Wien. Das Forschungsprojekt rückt die Bedeutung des Arbeitskampfes von Frauen und dessen Bedeutung für soziale Bewegungen sowie die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Osteuropa in den Fokus der Geschichtsforschung.

Da momentan (Stand: November 2021) noch nicht absehbar ist, ob zum Zeitpunkt der Veranstaltung noch Einschränkungen im Rahmen des Infektionsschutzes bestehen werden, bitten wir Sie, sich vor dem Vortrag an dieser Stelle über mögliche Einschränkungen zu informieren.

(Bild: CEU Press)

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