Tödliche Polizeigewalt gegenüber Sinti und Roma 1945-1980 / Lesung

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Datum
21.03.2024
18:00 - 19:00 Uhr

Veranstaltungsort
Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
Bremeneckgasse 2
69117 Heidelberg


Der Sinto Anton Lehmann wurde am 31. Mai 1973 in Heidelberg von einem Polizeibeamten erschossen. Auch in Hamburg, Neustadt an der Donau und Hagen starben Angehörige der Minderheit durch Polizeikugeln. Und das waren mehr als reine Unglücksfälle.

Das Foto zeigt den Schweigemarsch der Demonstranten durch die Heidelberger Innenstadt. Am Beginn des Protestzug läuft Vinzenz Rose, ihm folgen zahlreiche Demonstrierende mit Plakaten, Bannern und schwarzen Trauerfahnen.
Schweigemarsch der Demonstranten durch die Heidelberger Innenstadt (Foto: Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma/Rhein-Neckar-Zeitung)

Die Recherchen der Kölner Journalistin Ingrid Müller-Münch im Auftrag der „Unabhängigen Kommission Antiziganismus“ (UKA) haben vielmehr ergeben, dass die Jahre zwischen 1945 und 1980 geprägt waren von „unverhohlenem Antiziganismus“. Schikanen der Ordnungshüter gegenüber Sinti und Roma standen unverkennbar an der Tagesordnung.

In ihrem Vortrag wird die Autorin einzelne Fälle aus ihrem Bericht für die UKA vorstellen und dabei den gewaltsamen Tod von Anton Lehmann in den Mittelpunkt stellen.

Der Eintritt ist frei.

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2024.

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