Führung zum Weltfrauentag: Als Sintezza und Romni im Nationalsozialismus

Zum Weltfrauentag am Sonntag, 8. März, werden um 14 Uhr bei einer Führung durch die Dauerausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma die Schicksale von weiblichen Angehörigen der Minderheit im Nationalsozialismus näher beleuchtet. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird unter info@sintiundroma.de gebeten. Eine Teilnahme ist zudem spontan möglich – auch für Männer.

Weil sich ihre Mutter Sorgen um die Familie machte, hatte Anna Mettbach 1942 bei ihrem kranken Onkel nach dem Rechten gesehen. Als die 16-Jährige mit dem Zug zurück nach Hause fahren wollte, wurde sie festgenommen. Die junge Sintezza hatte nämlich gegen den „Festsetzungserlass“ verstoßen, der untersagte, dass Sinti und Roma ihren Aufenthaltsort verlassen. Deshalb wurde sie direkt nach Auschwitz deportiert (Bild links). Der Vater der jungen Romni Ceija Stojka wurde 1941 nach Dachau und von dort in die Tötungsanstalt Hartheim transportiert. Sie selbst kam mit der Mutter und den Geschwistern im März 1943 ebenfalls nach Auschwitz-Birkenau. Später wurde sie, halbverhungert, in Bergen-Belsen befreit. Krystyna Gil hat 1943 als kleines Mädchen im polnischen Szczurowa das Massaker an den dort wohnenden Roma überlebt. Sie verlor aber ihre Eltern und Geschwister sowie zahlreiche Verwandte. Danach versteckte sie sich bei Angehörigen, die keine Roma waren (Bild rechts).

Zum Weltfrauentag am Sonntag, 8. März, werden um 14 Uhr bei einer Führung durch die Dauerausstellung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma die Schicksale von weiblichen Angehörigen der Minderheit im Nationalsozialismus näher beleuchtet. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird unter info@sintiundroma.de gebeten. Eine Teilnahme ist auch spontan möglich – auch für Männer. Fotos: Gießener Anzeiger/ Franz Möller (1), Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma (2).