Lange Nacht der Demokratie: Führung zu »Zweiter Verfolgung« und Bürgerrechtsarbeit

Die Lange Nacht der Demokratie beginnt in Heidelberg am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit und bietet das ganze Wochenende über ein abwechslungsreiches Programm. Von Freitag, 2. Oktober, bis Sonntag, 4. Oktober, gibt es dabei an verschiedenen Orten in der Stadt kostenfreie Aktionen, Workshops, Führungen und Mitmachangebote rund um die Themen Demokratie und politische Bildung. Mit einer Sonderführung zum Thema »Zweite Verfolgung« und Bürgerrechtsarbeit der deutschen Sinti und Roma beteiligt sich daran auch das Dokumentations- und Kulturzentrum am Samstag, 3. Oktober, um 10 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Namen der Opfer: Die Gedenktafel in der Dauerausstellung umfasst rund 23000 Namen von Sinti und Roma, die nach Auschwitz deportiert wurden. Foto: Dokuzentrum/Lars Kehrel

Als »zweite Verfolgung« wird die anhaltende Diskriminierung, Ausgrenzung und Kriminalisierung der Minderheit in der Nachkriegszeit bezeichnet, als Behörden oft nahtlos an die NS-Rassenverfolgung anknüpften. Überlebende des Völkermords blieben jahrzehntelang weitgehend von Entschädigungen ausgeschlossen. In den 1970er-Jahren begann die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma, diese Missstände öffentlich anzuprangern.

Alle Veranstaltungen finden sich unter: www.heidelberg.de/HD/Rathaus/lange+nacht+der+demokratie.html