„Tom Medina“ ist ein Spielfilm, der sich an Tony Gatlifs Leben vor seiner Zeit als Filmemacher orientiert, als er über das Meer nach Frankreich kam. Gezeigt wird dieses Roadmovie, das gleichzeitig Außenseiterdrama und Romanze ist, am Montag, 12. Oktober, um 20 Uhr im Kino Gloria in Heidelberg. Der Eintritt bei dieser Kooperationsveranstaltung im Rahmen der Französischen Woche und von „Upre Kethane“ Aktionswochen Sinti Roma ist frei!

Tom Medina wird von einem Jugendrichter in die Camargue zu Ulysses geschickt, einem Mann mit großem Herzen, der mit der Natur im Einklang steht. Von Stieren und Pferden fasziniert und von Visionen geleitet, lernt Tom an seiner Seite den Beruf des Naturwächters. Er ist wissensdurstig und sehnt sich danach, ein anderer Mensch zu werden. Aufgebracht über die unveränderte Feindseligkeit, die ihm entgegenschlägt, kämpft er um sein Schicksal und kreuzt dabei den Weg der Aktivistin Suzanne.
Tony Gatlif wurde 1948 in Algerien geboren und ist leider am 2. September verstorben. Sein Vater war Kabyle, seine Mutter Romni. Beide Kulturen beeinflussten ihn stark und inspirierten ihn zu einem Großteil seiner Filme. „Tom Medina“ wurde 2021 bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt. Mit dieser Veranstaltung soll auch dem filmischen Lebenswerk dieses herausragenden französischen Regisseurs gedacht werden.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma mit dem Critical Film & Image Hub und der Stadt Heidelberg.

