Weiteren Einsatz für Neubauprojekt zugesagt

Kulturstaatsministerin Claudia Roth besuchte am Freitag das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg.  Sie unterstrich im Gespräch mit Romani Rose die große Bedeutung, die das Zentrum für die Minderheit weit über Deutschland hinaus hat. Angesichts eines zunehmenden Antiziganismus sei die Präsentation der kulturellen Beiträge von Sinti und Roma, sei die Dokumentation der sechshundertjährigen Geschichte der Minderheit in Deutschland von großer Bedeutung.

Romani Rose informierte die Staatsministerin ausführlich über die Arbeit des Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma und über die laufenden und geplanten Projekte, insbesondere auch für aus der Ukraine geflüchtete Roma-Familien. Die Staatsministerin würdigte die Arbeit des Zentrums als wichtigen Beitrag für das gleichberechtigte Zusammenleben in Deutschland.

Rose informierte die Staatsministerin außerdem über die Notwendigkeit, das Zentrum mit einem Neubau zu ergänzen. Am Modell für den Neubau des Dokumentationszentrums stellte Rose den Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs und den Raumplan für das neue Zentrum vor. Rose verwies auf die bereits bestehende Beteiligung der Stadt Heidelberg und des Landes Baden-Württemberg, die das Interesse an der Weiterentwicklung des Zentrums unterstreiche. Mit der Heidelberger Bürgerschaft stehe man in regelmäßigem Austausch, sowohl in öffentlichen Veranstaltungen wie in informellen Gesprächen. Rose unterstrich, dass die Gestaltung des Neubaus mit Stadt und Bürgergesellschaft in Heidelberg abgestimmt sein muss.

 In dem konstruktiven Gespräch erklärte Kulturstaatsministerin Claudia Roth:

„Ich verfolge die Arbeit des Kultur- und Dokumentationszentrums Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg bereits seit Jahrzehnten mit großer Sympathie. Deshalb war es mir wichtig, diesen wichtigen Ort auch als Kulturstaatsministerin zu besuchen, aus deren Etat die Arbeit des Dokumentationszentrums finanziert wird. Ich bin tief beeindruckt von dem großen Engagement von Romani Rose und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und habe mir auch ein Bild über das geplante Neubauprojekt verschafft. Dieses ist für die Weiterentwicklung der Arbeit des Dokumentationszentrums von größter Bedeutung, um die reiche Kultur der Sinti und Roma und ihren Beitrag zur zeitgenössischen Kunst angemessen präsentieren zu können. Daher werde ich mich auch weiterhin für dieses Projekt einsetzen.“ 

 Romani Rose dankte der Kulturstaatsministerin für ihren Besuch und sagte:

„Mit der finanziellen Absicherung des Umbaus Zentrums würde in Heidelberg eine weltweit einmalige kulturelle Repräsentanz zur Vermittlung von Geschichte und Gegenwart der Sinti und Roma weiterentwickelt.  Ich kenne Claudia Roth seit langen Jahren als stets engagiert auf der Seite der Sinti und Roma, und ich danke ihr persönlich und als Staatsministerin für Ihre Unterstützung, gerade jetzt in einer schwierigen Zeit, die neue Herausforderungen an unsere Gesellschaft und unsere Demokratie stellen wird.“

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